die Vampyrlady sah nicht immer so scheiße aus…

 

Ein Roman – Teil 1


studio venerito 25. März bis 01. Mai 2017

 

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Das ist so eine der Fragen, mit denen sich bei Gelegenheit auch mal die braven Bürger der Pfälzer Gemeinde Bobbethal/Bobbe auseinander setzen sollten. Denn erst kürzlich ist die Vampyrlady Tamara Yagelowsk den unterirdischen Verliesen der Madenburg entstiegen. und trachtet nach dem Leben der unbescholtenen Bürger.

Was den Frank Schneider angeht, seines Zeichens Faktotum des Bürgermeisters von Bobbethal, so hat er diesbezügliche Erfahrungen gemacht, und ist auch bereit, sie an Wissensdurstige weiterzureichen. Er ist nämlich im Suff auf, zugegeben mysteriöse Weise, zu Tode gekommen, und fand sich keinen Tag später als Lustknabe im – je nach Standpunkt leider oder zum Glück – immateriellen Schlafgemach der Vampyrdame Tamara Yagelowsk wieder. Er persönlich hätte nichts dagegen gehabt, die nächsten 1000 Jahre seinen immateriellen Leib der Lust zu weihen, hätte nicht im letzten Moment THE ROCK mit einem mächtigen Schlag seines Hammers sein goldenes Gefängnis zertrümmert und ihn befreit. Und nun gibt es ihn zweifach. Einmal als Frank Schneider in voller Körpergröße (183 cm) und ein zweites Mal als Leiche in der Pathologie der Südpfalzklinik.

Allerdings wurde bei dieser Aktion THE ROCK aus seinem Zwischenreich heraus in den Pfälzer Wald geschleudert. Und das hatte zur Folge, dass sich das Zwischenreich von THE ROCK, bis dahin ein Paradies mit grünen Wäldern und Wasserfällen an genau den richtigen Stellen, in eine fruchtlose Wüstenei verwandelt, die genau so aussieht wie die Wüste in Arizona, wo Recht und Gesetz enden.

THE ROCK ist der Gelackmeierte, das steht schon mal fest. Und wie steht es mit Frank Schneider?

 

 

 

(View of installation at Studio Venerito, Berlin, photo: Jan-Peter E.R. Sonntag)